Das Jahr 1976

Mittelschwäbische Nachrichten 09.09.1976

„Erstklässler in der Günz ertrunken. Nach mehrstündiger Suche gefunden 50 freiwillige Helfer der Feuerwehr und Wasserwacht im Einsatz

Nur noch tot konnten die Wasserwächtler aus Krumbach Thannhausen und Ichenhausen einen Siebenjährigen aus der Günz bei Wattenweiler bergen. Dieser war vermutlich beim Spiel mit einem Styroporblock ertrunken.“

21.10.76 Bergung eines NSU Prinz aus einem Baggerweiher bei Burg

„Auch ein „Prinz“ muß einsehen, daß Wasser keine Balken hat. Eine Vielzahl motorisierter Untersätze wird mit dem Werbespruch begleitet, daß sie laufen und laufen und laufen. Nahezu phänomenal muß es deshalb anmuten, wenn ein anderes Autofabrikat schwimmt und schwimmt und immer weiter schwimmt…; und dies, ohne als spezielles Amphicar konstruiert worden zu sein. Augenzeuge solchen Geschehens wurde der Halter eines NSU Prinz aus Burg. Er war es der Nähe eines Fischweihers mit seinem Automobil wendete, das heißt wenden wollte: denn als er bei eingelegtem Rückwärtsgang Gas gab, merkte er zu spät, daß Fahrzeug und Lenker bereits festen Boden verlassen hatten, und das Gefährt zur Probe der Seetüchtigkeit antrat. Glücklicherweise ließen sich die ersten Meter des „Seeweges“ seicht an, was dem Unglückslenker, die eilige Flucht aus dem Auto ermöglichte. Mit Wasser in den Schuhen und dem Schrecken im Nacken verfolgte er nun die weitere Tour des herrenlosen Vehikels, die er später selbst wie folgt schildert: „Das Auto ist so etwa 30m weitergeschwommen und zugleich noch 70m seitlich abgetrieben worden…“ Trotz einbrechender Dunkelheit konnte die Route bestens verfolgt werden: der NSU startete zu seiner Odyssee mit eingeschaltetem Fernlicht. Als schließlich auch die Karosse einsah, daß Wasser keine Balken hat; strich sie die Segel löschte das Licht und sank… und sank. Just an der Stelle, wo das mobile Auto bereits seine letzte Ruhe wähnte, ortete es am folgenden Tag „Tauch-Techniker“ Stefan Mayer von der Tauchergruppe der Wasserwacht im BRK. Der Froschmann und seine Gehilfen, seit langen Jahren firm in derartigen „technischen Einsätzen“ ermöglichte nach gut einstündigem Taucheinsatz die Bergung des Gefährts mittels langer Taue und eines Radladers.